Burg

Über die Burg Battenberg ist wenig bekannt. Die erste schriftliche Erwähnung ist von 1350. Jedoch hat der Leininger Graf Friedrich III ( gestorben 1287) sie höchstwahrscheinlich mehr oder minder zeitgleich mit der Neuleininger Burg um 1240 erbaut. Frappierend ist die stark unterschiedliche Technik der Vermauerung und des Stein Beschlages in so geringer Entfernung. Der Zweck der Burg Battenberg war wohl der Schutz des Murbacher ( Süd Elsaß) Lehens, das die fünf Dörfer Battenberg, Bobenheim/ Berg, Weisenheim/ Berg, Leistadt und Kleinkarlbach umfasste. Zerstörungen in unterschiedlichen Zeiten durch Brand gab es drei mal. Bei der Leininger Erbteilung von 1309 fiel das Murbacher Lehen und damit die Burg Battenberg an die Linie Leiningen- Hardenburg. Nach der Zerstörung ( eine der Brandschichten) aller Leininger Burgen im französisch-pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 war, als Notbehelf, die Burg Battenberg mit der Emigsburg in Bockenheim alternierend über wenige Jahre Regierungssitz der Leininger.
Das Hofgut Battenberg diente zur Naturalversorgung der Leininger Grafen und Burgmannschaften sowie der Einlagerung und Bedienung des Zehnten. Auch hier ist die Gründung unbekannt. 1806 wurde die Burg und das Hofgut von den Franzosen an Bürgerliche in Mainz versteigert, nach dem die Leininger Grafen nach dem rechtsrheinischen Amorbach ausgewiesen wurden.
Die Burg und das Hofgut gehören auch heute noch im Privatbesitz zusammen.